Unsere Bienen

Bienen sind faszinierende Tiere. Den Imkerkurs bei den Stadtbienen in Hamburg haben wir erstmal einfach aus Interesse begonnen. Aber schnell war klar: Wir wollen auch selbst Bienen halten. Das primäre Ziel war nicht, Honig zu ernten, sondern die Bienen zu unterstützen. In den ersten Monaten als Hobbyimker haben wir viel gelernt und auch mit unseren Bienen gelitten.

Zuerst sollte die Bienenbox auf der Dachterrasse stehen. Aber schnell merkten wir, dass es dort zu eng ist und bei Sonne zu heiß wird. Der Platz im Vorgarten eignet sich besser.


Im Mai 2019 war es dann soweit: Die Damen sind bei uns eingezogen. Über unseren Imker Björn haben wir einen Kunstschwarm bekommen.

Der Schwarm kam in einer sogenannten Schwarmkiste zu uns. Nach einer Nacht im Schuppen, der „Kellerhaft“, haben die Bienen dann ihr neues Zuhause bezogen. Wir haben sie einlaufen lassen, eine schonende Methode, bei der die Bienen selbstständig in den Bienenstock laufen.


Wie magisch angezogen, streben alle Richtung Flugloch.


Wir haben uns für die Bienenbox der Stadtbienen entschieden. In dieser Einraumbeute können die Bienen ihre Waben selbst bauen. Selbst zusammenbauen mussten wir die Box. Am längsten hat das Zusammennageln der Rähmchen gedauert …


Die Königin kam extra in einem kleinen Zusatzkäfig mit mehreren Begleitbienen und verbrachte die erste Nacht dunkel und kühl im Bücherschrank. Bevor die Bienen in den Stock einziehen, wird die Königin in ihrem Käfig zwischen die Rähmchen gehängt. Das Bienenvolk frisst dann die neue Herrscherin frei.


Freud …

Wie schon gesagt, haben wir in unserer ersten Imkersaison viel gelernt. Wir haben gelernt, dass Bienen meistens friedlich sind. Dass wir auch ohne Schleier und Handschuhe an der Box arbeiten konnten. Dass eine Viertelstunde am Flugloch das Ein- und Ausfliegen zu beobachten, ähnlich entspannend ist wie aufs Meer oder ins Kaminfeuer zu schauen. Dass unser Nachbarn von unseren neuen Mitbewohnern nichts mitbekommen haben. Das neugebaute Waben schneeweiß sind. Dass Drohnen brummen wie kleine Hubschrauber. Kurz gesagt, wir haben unsere Bienen richtig liebgewonnen.

… und Leid

Und mussten erfahren, dass es im Leben eines Bienenvolkes viele unvorhersehbare Ereignisse gibt. In unserem Fall führten die dazu, dass unser Bienenvolk im Herbst gestorben ist. Der Anfang vom Ende war bereits, dass die erste Königin aus (für uns) nicht nachvollziehbaren Gründen keine Brut angelegt hat. Und das, obwohl ihr Volk fleißig Waben baute und Nektar und Pollen einlagerte. Wir mussten die Königin austauschen – auch das keine schöne Erfahrung, denn die alte Königin mussten wir töten. Ihre Nachfolgerin legte dann auch Eier, aber offenbar war das Volk schon zu geschwächt. Die Bienen wurden ganz allmählich immer weniger. Dann folgte die Räuberei und am Ende holten sich Wespen, was noch übrig war. Probleme mit der Varroamilbe hatten wir übrigens nicht.

Fazit nach der ersten Saison

Für uns blieben zwei kleine Gläser Honig und der Wunsch, es in diesem Jahr mit einem neuen Schwarm und einer Menge mehr Erfahrung wieder zu versuchen. Der Schwarm ist bestellt und die Bienenbox wartet auf neue Bewohner.

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